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Die Frau wird das Haus nicht los, ein weltweites Kunst-Projekt, 2020-2023

Gabriele Kaiser-Schanz
Die Frau wird das Haus nicht los, Hommage an Louise Bourgeois, 2020–2023, ein weltweites Kunst-Projekt, Galerie Gublia, Essen

Die Fotografien sind auf Holzkästen aufgezogen, 20 × 30 × 6 cm oder 30 × 20 × 6 cm.

Gefördert von Land NRW

Die Frau wird das Haus nicht los, Hommage an Louise Bourgeois, 2020–2023, ein weltweites Kunst-Projekt

In der Ausstellung HOMMAGE AN LOUISE BOURGEOIS, 2021 in der Galerie Gublia in Essen wurde ein großer Teil der Foto-Serie, der konzeptionell angelegten Werkreihe „Die Frau wird das Haus nicht los“ der Künstlerin Gabriele Kaiser-Schanz gezeigt. Die Künstlerin nimmt bewusst Bezug zu den Gemälden mit dem Titel „Femme Maison“ von Louise Bourgeois, die in der Zeit von 1945 bis 1947 entstanden. Diese Gemälde aus den 1940er Jahren zeigen nackte weibliche Körper, deren Köpfe und Teile des Körpers durch architektonische Formen wie Gebäude und Häuser ersetzt sind.

Gabriele Kaiser-Schanz entwickelt nun ihre eigene Ikonografie und persönliche Interpretation weiblicher Selbstwahrnehmung und setzt sich kritisch mit dem Rollenbild der Frau der Gegenwart auseinander. Ihr dreidimensionales Haus-Objekt aus geschweißtem dünnem Stahl, das in der Architektur an ein klassisches Einfamilienhaus aus den 50er Jahren erinnert, ist für sie ein Symbol für das überlieferte Rollenbild der Hausfrau, die sich um Heim und Herd kümmert. Die Künstlerin stellt die Frage, wie Frauen weltweit über ihre weibliche Identität in Bezug zum Symbol Haus denken. Sie schickt ihr Haus-Objekt per Post an interessierte Frauen rund um den Erdball. Frauen unabhängig von Beruf und Hautfarbe sollen mit dem Haus interagieren und sich dann fotografieren. Das Ergebnis der fotografischen Porträts ist eine enorme Vielfalt der Interpretation. Manche agieren provokativ, andere sind liebevoll an ihr „Haus“ geschmiegt oder integrieren es in das tägliche Leben.

Anders als bei Louise Bourgeois, wo die Frau nackt und schutzlos, sich im Haus zu verstecken schien, sind die Frauen bei Gabriele Kaiser-Schanz sich ihres Selbst bewusst. Sie haben ihre Position mit dem Haus selbst gewählt und sind sich ihrer Position, die sie mit dem „Haus“ einnehmen, bewusst.
Dr. Andrea Fink

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